Die technisch unterstützte Trocknung von feuchten Bausubstanzen nach einem Wasserschaden ist je nach Durchfeuchtungsgrad zwingend erforderlich um weitere, erhebliche Schäden an der Bausubstanz zu vermeiden. Hierzu werden unterschiedliche Verfahren, wie z. B. die Unterdrucktrocknung von Dämmschichten angewandt.

In allen Trocknungsgeräten sind MID Energiezähler für eine genaue Verbrauchsübersicht enthalten.

Feuchtigkeitsmessung

Feuchtigkeitsmessungen sind grundlegend für die Einschätzung der Schadensart und -umfang. Fast alle nachträglichen Untersuchungen und Maßnahmen basieren auf einer vorab getätigten Feuchtigkeitsmessung. Je nach Schadensbild und Bausubstanz werden verschiedene Messverfahren eingesetzt. Hierbei wird zwischen dem dielektrischen Messverfahren und der Widerstandsmessung unterschieden.

Mauerwerkstrocknung

Über Bohrungen werden temperaturgeregelte Heizstäbe in das Mauerwerk eingeführt. Diese bringen dann Wärme in das Innere des Mauerwerks ein und fördern somit das Ausdiffundieren der Feuchtigkeit. Diese Spezialheizstäbe werden mit Temperaturregler und spezieller Temperaturmessfühler gesteuert um eine kontrollierte und effektive Trocknung des Mauerwerks zu erzielen.

Bautrocknung

Bei einem Neubau (EFH) werden bei der ersten Bauphase ca. 1.000 Liter an Wasser mit den Baustoffen eingebracht. Dies wird z. B. durch Putz, Zement, Mörtel, feuchte Ziegel und der Estrich herbeigeführt. Diese zusätzliche Feuchtigkeit muss vor der Objektnutzung beseitigt werden. Die technisch unterstützte Bautrocknung gewährleistet einen zügigen Baufortschritt und minimiert die Bauzeitenplanverzögerung. Dies spart Zeit und Geld! Zudem werden bei einem trockenen Bau auch nachhaltig Heizkosten gespart.

Infrarot-Trocknung

Bei dieser Art der Trocknung handelt sich um eine Infrarot-Strahlung, wie der Strahlung von Rotlichtlampen.

Beim verstärkten Aufwärmen der Wand mit einer Infrarotplatte wird durch das Partikeldruckgefälle der Wassergehalt zur Oberfläche geleitet und kann dort ausdiffundieren. Dies kann mit Kondenstrocknern und Ventilatoren noch zusätzlich +beschleunigt werden. Durch die verkürzte Trocknungszeit können Folgegewerke schneller eingeplant werden und die Baustelle schneller abgeschlossen werden.

Ein weiterer Vorteil: Durch die erzeugte Wärme und die entzogene Feuchtigkeit werden die mit der Feuchtigkeit auftretenden Mikroorganismen (Schimmel, u. ä.) abgetötet.

Spezialtrocknung

Der Erhalt von Oberböden, die Vermeidung einer Betriebsunterbrechnung, die Gewährleistung einer freien Bodenfläche, besonders für gehbehinderte Menschen sowie eine geräuschlose Trocknung erfordert eine spezielle Trocknungstechnik oder ein entsprechendes Verfahren.

Für den Oberbodenerhalt wird z.B. die Anwendung der Randfugendüsen eingesetzt. Sollte dies nicht möglich sein, werden Alternativen eingesetzt (z.B.die Infrarottrocknung oder die Heizstabtechnologie). Bei Fliesen gibt es die Möglichkeit eine oder mehrere Fliesen zerstörungsfrei herauszunehmen und nach der Trocknung wiedereinzusetzen. Durch unseren Netzwerkpartner CeraVogue gibt es noch die zusätzliche Variante nach Abschluss der Trocknungsmaßnahme die vorhandenen Bohrlöcher mit passenden dekorativen Keramikeinleger, die vorab vom Kunden ausgesucht wurden, zu verschließen.

Durch die moderne Gerätetechnik ist es möglich variabel in der Positionierung der Trocknungsgeräte zu sein. Dies lässt zu, dass der Betrieb fortgesetzt und nicht bzw. nur leicht eingeschränkt wird. In bewohnten Wohnungen bleibt die Wohnqualität durch geräuscharme und wartungsfreie Geräte zum größten Teil erhalten.

Energiezähler

Für eine genaue Strom-Verbrauchsübersicht enthält jedes Trocknungsgerät einen geeichten MID-Energiezähler. Mit diesem erfassen wir die genaue Anzahl der Kilowattstunden und nach Abschluss unseres Einsatzes erhalten Sie eine Stromverbrauchskarte zur Einreichung bei Ihrem Stromanbieter, damit am Jahresende keine bösen Überraschungen aufkommen.

Die Erstattung des verbrauchten Stroms wird durch den Eigentümer oder Ihrer Versicherung durchgeführt.